WordPress monopolisiert sich selber

July 1st, 2010 by fw

Eigentlich bin ich ja ein grosser Fan von WordPress und der Community drum, aber in letzter Zeit ist mir eine Entwicklung aufgefallen, die mich sehr stark an einen grossen Betriebssystem Monopolisten erinnert (Man könnte hier auch “Suchmaschinen”-Monopolist einsetzen, das Bild ist das selbe). Anstatt das man Fremdanbietern die Möglichkeit gibt, sich zu etablieren, wird das Fremdprodukt entweder aufgekauft oder es wird ein “Konkurrenz”-Dienst dazu gestartet, welcher – durch die besseren Verbreitungsmöglichkeiten – schnell sehr erfolgreich wird.

Die wohl ultimative Verbreitungsmöglichkeit ist das Dashboard von Tausenden von Benutzern, welches neben dem “WordPress Development Blog” auch noch “Other WordPress News” verbreitet. Dazu kann man noch das WordPress.com Stats Plugin einsetzen und die Monopolisierungsmaschine läuft von alleine. Einziges Gegenmittel hier: Unter “Screen Options” diese Anzeigen deaktivieren. Dies hat dann aber zur Folge, dass man unter Umständen nicht immer auf die aktuellstesten Updates hingewiesen wird. Einziger Gegenpol dazu ist wohl noch das “Plugins” Widget, welches einem die Top-Plugins, die neusten und die zuletzt aktualisierten anzeigt. Aber die Top Plugins kann man auch schon als Monopolisiert betrachten. Anstatt dort die Aufsteiger oder sonst interessante Plugins anzuzeigen, werden immer wieder die gleichen Plugins in einer Endlossschleife abgeschpult.

Ein ganz grosser in diesem Geschäft ist WordPress Evangelist Matt Mullenweg. Automattic heisst seine Firma, die mittlerweile alles aus einer Hand anbietet, was der Durchschnittsuser braucht (oder man spielt den Benutzern einfach vor, dass er es braucht). Es werden erweiterte Kommentarmöglichkeiten (IntenseDebate), Single-Sign-On Avatare (Gravatar) und noch vieles mehr angeboten. Seit dem Aufkauf von Plinky kann man sich sogar “Inspirationen” für einen Blogpost abholen. Gerade Dienste wie Plinky bieten sich doch herrlich dazu an, eine eigene Propagandamaschine aufzubauen. Man “inspiriert” mit einem Eintrag hunderte Benutzer dazu, über das gleiche Thema zu schreiben. Auch ein eigener Spellchecker (AfterTheDeadline) wird angeboten. Dieser funktioniert nach dem selben Prinzip wie der Google-Spellchecker. Die Beiträge werden zum Server des Dienstes geleitet und somit weiss der Dienstanbieter in etwa, wieviele Benutzer, zu welchem Thema, welche Inhalte bloggen und dies noch bevor der Benutzer auf “Publish” gedrückt hat. All diese Dienste bieten uns Matt Mullenweg und seine Gefährten unter einem Dach an. Das kann doch nur zu Assoziationen mit anderen Monopolisten führen, aber hey, er “Contributet” ja “Open Source”. Das kann ja nichts böses sein.

Mir jedenfalls gefällt diese Entwicklung nicht. Ich setze WordPress bei vielen Kunden als Blog und CMS ein und werde in Zukunft sämtliche dieser Widgets deaktivieren, bevor ich noch mehr Anfragen erhalte, ob den Vaultpress nicht bessser sei, als das Backup, was ich meinen Kunden sowieso schon anbiete. Einige von den Kunden zahlen jetzt halt doppelt, für einen Service, der ihnen schon lange geboten wird. Fällt bei uns eine Webseite aus, ist sie – je nach SLA – innerhalb von fünf Minuten bis 12 Stunden wieder online (Wenn sie nicht sowieso schon in einem Cluster ["Cloud"] läuft). Aber Vaultpress kann das ja besser. Naja, mir solls egal sein. Ich werde für dein Einbau des Dienstes bezahlt und erhöhe dann die monatlichen Kosten noch, weil man das ganze ja auch warten muss. (Nein, dass ist keine Abzocke. Die Beiträge sind minimal und ich tu dafür auch wirklich was.)

So far… ich bin auf den nächsten Dienst gespannt. :-)

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Update your server rewrite rules to use wp-includes/ms-files.php

June 17th, 2010 by fw

Wer gerade sein WordPress MU von 2.9.2 auf 3.0 geupdated hat, wird mit folgender Meldung konfrontiert:

The wp-content/blogs.php file is deprecated. Please remove it and update your server rewrite rules to use wp-includes/ms-files.php  instead.

Ein Freund von mir, in Sachen “Computer” nicht so bewandert aber begeisterter Blogger hat mich dann völlig verzweifelt nach einer Lösung gefragt. Diese ist völlig simpel. Um diesen “Fehler” zu beheben, müsst ihr einfach im “.htaccess” File im Root des Blogs eine Zeile ein wenig ändern:

Anstatt:

RewriteRule ^(.*/)?files/(.*) wp-content/blogs.php?file=$2 [L]

Muss es nun:

RewriteRule ^(.*/)?files/(.*) wp-includes/ms-files.php?file=$2 [L]

heissen und dann wars das fast schon. Einzig die Datei “wp-content/blogs.php” müsst ihr noch umbenennen und sobald ihr sicher seid, dass alles funktioniert, könnt ihr sie auch löschen. Ich behalte sie jedenfalls mal als Backup.

Auf wpmu.org findet sich übrigens eine fünf Schritte Anleitung, wie man sein WordPress MU “manuell” auf Version 3.0 Updaten kann.

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Über Social Networks, Live CDs und sonstigen Überdruss

June 1st, 2010 by fw

Wer selber WordPress nutzt, dem wird in seinem Dashboard bestimmt schon oft dieses Bild begegnet sein:

Most Poplar WordPress Plugins - BuddyPress

“Social networking in an box”. Ein eigenes Social Net für jeden und anscheinend wird auch rege davon Gebraucht gemacht. In jedem Forum, Blog, etc. sind inzwischen “Buddy” Funktionen verfügbar. Doch mal ehrlich, wie sinnvoll ist es, wenn jeder mit einem Klick ein Social Network installieren kann? Es gibt danach nämlich nur zwei bis maximal drei Möglichkeiten:

1. Das Ding hat keinen Erfolg und verschwindet bald wieder, weils dem Ersteller nach ner Woche ohne Besucher doch ein wenig langweilig wird.

2. Das Ding hat zuviel Erfolg und wächst dem Ersteller total über den Kopf. Er hat das Plugin auf einem VPS oder was auch immer installiert und muss nun ordentlich Traffic Gebühren nachzahlen, weil sich natürlich jeder User mit mindestens 20 Fots à 15MB präsentieren (Absichtliche Übertreibung…) muss.

3. Der Ersteller hat ein gutes Konzept ausgearbeitet, genügend finanzielle Ressourcen und auch eine “konservative” – also vorsichtige – Budgetierung und einen Plan B in der Tasche.

Fall 3. ist sicherlich der seltenste, da ja eben das erstellen des Netzwerkes in 5 Minuten geht und man die Planung komplett weglassen kann. All diese improvisierten Lösungen verdanken wir solchen Plugins, wie eben Buddypress.


Das Selbe Phänomen lässt sich auch bei Live CDs beobachten. Durch Programme wie z.B das Ubuntu Customation Kit, kann sich ja jeder seine eigene Live CD zusammenstellen. Oft beobachtet wurde auch schon, dass einfach die Logos und Menüs ein bischen umgestaltet wurden und einige Software ausgetauscht/nachinstalliert wurde. Also meist Dinge, die keine “erweiterten” Linuxkenntnisse brauchen, sondern alles Klicki-Bunti.

Die Google News Archiv Suche verdeutlicht den Anstieg von Linux Live CDs noch besser:

Google News Archiv Suche nach "Linux Live CD"

Das Ergebnis davon ist dann eine Live Rescue DVD mit KDE oder GNOME… Wobei dann die Desktopoberflächen meist eh nur benutzt werden, um die Kommandozeilenprogramme entweder mit GUIs zu versehen oder sie einfach gleich direkt in der Kosnole zu öffnen…. Aber hauptsache ein GUI und sämtliche Programme in der neusten Version (Versionitis im Fachjargon..), obwohl Programme wie fdisk, dd, ddrescue, wasauchimmer wohl kaum grosse Feature Sprünge machen (fdisk im Moment ausgeschlossen, die haben einen grossen Featuresprung hinter sich).

Fazit: Es ist zwar für den Ersteller sicherlich interessant, ein Social Net oder eben eine Live CD zu erstellen, aber dann möge er diese doch für sich behalten und nicht überall (Freshmeat, Launchpad, Google Code, etc.) noch zum Download anbieten, weil dann der Benutzer erstmal zwei Stunden nach einer passenden Live CD suchen muss, nur um schlussendlich 15 Minuten Daten zu retten. Aufwand und Ertrag stimmen dann einfach nicht mehr…

PS: Ich habe hier extra keine Beispiele genannt und werde auch auf Anfragen keine geben, da dies eine Sache zwischen Ersteller <-> Benutzer ist.

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History Hacks für Blogs nutzen

March 3rd, 2010 by fw

Wenn man History Hacks mal rein von der Funktionsweise her betrachtet, steckt viel Potential darin. Ich habe mal als Suchvariablen die Ausgabe meiner Sitemap genommen. Also alle Links die mein Blog umfasst. Ich kann also mit einer einfach Abfrage sehen, welche Seiten meines Blogs ein Besucher bereits gesehen hat und welche er vielleicht noch lesen möchte. Ich z.B. nutze in meinem Blog ein Plugin das unter den Beiträgen eine Auswahl an Einträgen anzeigt, die zum Thema passen. Anstatt das man dem Besucher jetzt möglicherweise Seiten anzeigt die er bereits gesehen hat, filter man diese einfach mit dem History Hack heraus. Solche Funktionen wären einfach zu implementieren und auch wenn sie nicht unbedingt notwendig sind, ist es trotzdem eine Vereinfachung für den Leser, denn er muss nicht mehr überlegen ob das jetzt der Artikel war, den er gerade vor 2 Minuten gelesen hat oder ob es ein anderer ist.

Hier mal ein abgeändertes Beispiel des Codes den ich auf web-tuts.de gefunden habe:

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