Business Twittering und das Vertrauen

June 28th, 2010 by fw

Bin heute über eine Interessante Studie gestolpert, die sich damit befasst, ob Unternehmen die “Microbloggen” mehr Vertrauen geniessen:

Corporate Twittering - Fleischman Studie

(Quelle: Fleishman Hillard)

Jeder wird nun diese Ergebnisse wohl unterschiedlich interpretieren. Meine Interpretation ist jedenfalls folgende: Solche Twitter, Identica, wasauchimmer Accounts lohnen sich nur für einige Unternehmenszweige. Zum Beispiel kann ein Webhoster darüber seine Wartungen, Downtimes, etc. ankündigen. Dann kann der Kunde bequem das RSS Feed abonnieren und ist vorgewarnt bzw. informiert. Einen anderen – wirklich nützlichen – Verwendungszweck habe ich noch nicht gefunden. Eventuell gibt es einige Beispiele mehr, wie das obrige, aber grundsätzlich bin ich nicht der Meinung, das z.B. der lokale Sanitär sowas braucht.

Den hohen Prozentsatz von “It has no difference” schliesse ich darauf zurück, das vielen Leuten der Sinn von solchen Diensten gar nicht oder nur sehr beschränkt bekannt ist. Dies wird sich zwar zukünftig sicherlich ändern, aber im Moment sehe ich den Bedarf von solchen Angeboten bei nur sehr wenigen Unternehmen.

Wie immer gilt auch hier: Traue keiner Statistik/Studie, die du nicht selbst gefälscht hast. Ausserdem wird diese Grafik wohl jeder von euch etwas verschieden interpretieren. (Was auch gut so ist). :-)

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Schweizer Parlament auch auf Facebook

March 22nd, 2010 by fw

***Trommelwirbel***

Wisst ihr wofür ab heute eure Steuergelder ausgegeben werden? Für eine offizielle Facebook Seite des Schweizer Parlaments. Geil oder? Endlich kann ich mir das Parlament in meinen Freundeskreis klicken. Was das wohl kostet?

Andererseits birgt die Entwicklung: “Staatliche Behörden auf sozialen Netzwerken” auch Risiken. Wie zum Beispiel damals, als die Wahlergebnisse auf Twitter vor allen anderen verfügbar waren. Man wird als politisch Interessierter Mensch also zum Besuch/Gebrauch solcher Netzwerke gezwungen. Das muss wohl wirklich nicht sein. Ich hoffe das wird nicht zur Mode.

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Twitter als offene Datenbank nutzen

March 4th, 2010 by fw

Ich habe ein Script eingerichtet, welches alle IP Adressen auf Twitter postet, die mein DenyHosts sammelt. Mit Hilfe der Twitter API und entsprechenden Abfragen liesse sich daraus also einfach eine Blacklist erstellen. Dasselbe könnte man auch für AdServer URLs oder ähnliches einrichten. Eine ständig aktualisierte Quelle. Natürlich braucht es anfangs etwas Zeit bis die Liste auf eine brauchbare Grösse angewachsen ist, aber wenn mehrere Benutzer an einer Liste arbeiten, erreicht man schnell eine gewisse Grösse. Mit Hilfe der Twitter API liessen sich dann die nutzbaren Daten abfragen. Eine Antwort der Twitter API liefert neben Timestamps auch URLs und ähnliches mit. Man könnte also nachverfolgen zu welcher Zeit welche IP/welcher Dienst wo aufgetaucht ist und das alles, ohne sich die Mühe zu machen, eine eigene Datenbank zu pflegen und die auch noch anderen zur Verfüfung zu stellen. Denn das alles kostet Space und Traffic. Stattdessen benutzt man bestehende, offene Netzwerke.

Das ganze ist natürlich erstmal nur eine kleine Spielerei von mir, aber wenn man das ganze etwas weiterdenkt und die Theorie ausreift, könnte dadurch durchaus eine Möglichkeit entstehen, wie man Daten jederzeit und für alle verfügbar machen kann. Ich werde später vielleicht ein wenig Code nachreichen und anhand meiner Liste demonstrorieren, wie die Daten genutzt werden können.

Hier mal der Link zu meinem Twitter Account:

http://twitter.com/InvadingIPsTwitter Invading IPs

Twitter Invading IPs

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Von der Idee zum Geschäftsmodell

February 28th, 2010 by fw

Nehmen wir, aus aktuellem Anlass, mal das Thema Blog Provider. Blog Netzwerke haben ihren Höhepunkt nach Meinung von vielen bereits überschritten und andere Trends wie Microblogging kommen als zusätzliche Konkurrenz noch hinzu. Aber Fakt ist, dass vor allem die grossen, kommerziellen Anbieter überlebt haben, während kleinere Anbieter immer mehr verschwinden. Wenn man die Leute nach ihrem bevorzugten Blog Provider fragt, ist die erste Antwort Google mit seinem blogger.com Angebot. Hinzu kommt dann nach einigem überlegen noch WordPress.com. Bei den Microblogging Diensten konnten sich neben Twitter noch soup.io und identi.ca durchsetzen. Beide dieser Alternativen starteten, so die Meinung vieler, als unabhängige Angebote. Doch hinter beiden Diensten stecken mittlerweile Firmen. Allerdings mag man diesen den Erfolg sicherlich mehr gönnen als Multinationalen Grosskonzernen wie Google.

Immer mehr Dienste, nicht nur im Bereich (Micro-)Blogging, bedienen sich mittlerweile dem Open Source Gedanken. Auf status.net findet sich eine Open Source Microblogging Software, aber auch die Möglichkeit sich einen “Hosted Account” mit kommerziellen Support anzulegen. Die gängige Praxis und ich finde das auch völlig legitim. Allerdings ist die eigentliche Praxis, wie diese Unternehmen Open Source “praktizieren”, meist sehr undurchsichtig. Denn Open Source bedeutet in meinen Augen, nicht nur seine Software unter einer entsprechenden Lizenz zu veröffentlichen, sondern auch den Gedanken dahinter zu leben. Man sollte sich gegenseitig fördern und nicht nur an das eigene Wohl denken, sondern stets auch die Community im Hinterkopf haben. Man sollte sich z.B. die Frage stellen, welchen Anbieter wähle ich für meine “Hosted Accounts”. Nehm ich einen Big Player oder versuche ich selber eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen.

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