Freies WLAN für alle – Rückverfolgung inklusive

May 21st, 2010 by fw

Habt ihr mal über einen netten Nebeneffekt von flächdeckendem WLAN in Städten nachgedacht? Der Iphone/Android/Maemo/wasauchimmer Nutzer (in diesem Beispiel mal eine ca. 53 jährige Ärztin) wird sich freuen. Die ganze Zeit Online – Mailen, Messenger offen und nebenbei ein Personenbezogenes Dokument über den Krankheitsverlauf einer Patientien via FTP auf den Server kopieren.

Bäm…3…2…1…Seins…

1. Die Daten können im Klartext mitgelesen und gespeichert werden

2. Beruf, Name und eventuell weitere Details der Dame stehen im abgegriffenen Dokument

3. Der Umgang mit Patientendaten – Muss man wohl nicht viel dazu sagen?

4. Ich habe ein – je nach Abdeckung/Anzahl APs – detailliertes Bewegungsbild der Ärztin

5. Ich kann im schlimmsten Falle, Wohnort, Arbeitsort, Arbeitsweg, Wohnort von Bekannten und so weiter und so fort nachverfolgen.

Sein WLAN einfach abschalten oder nur mit authorisierten APs verbinden, werdet ihr euch jetzt denken. Aber was denkt die 53 jähre Ärztin? Was denkt der 65 Opa, der das Gerät von einem Familienmitglied aufgedrückt bekommen hat? Was denken Kinder?

Sprich: Freies WLAN kann auch eine Gefahr sein. Also seht nicht nur die guten Seiten. Hinterfragt alles, was “kostenlos” ist oder über Werbung finanziert wird.

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Autonome Presse am 1. Mai – Verfolgt die Verfolger

April 24th, 2010 by fw

Ich weiss nicht, wer von euch alles schon mal an ner 1. Mai Nachdemo war. Ich war als jugendlicher jedenfalls oft da und kenne auch heute noch viele Leute aus der “Szene”. Nun aber zum Thema:

Am 1. Mai ist die Polizeit mit mehreren Kameras vor Ort um die “Randallen” aufzuzeichnen. Was mir missfällt: Hunderte völlig unschuldige Menschen werden in diese “Überwachung” einbezogen. Deshalb drehe ich dieses Mal den Spiess um. Ich werde am 1. Mai mit einer Kamera vor Ort sein und jegliche Polizeiaktivitäten festhalten. Danach werde ich mit verschiedenen Helfern anfangen, die Gesichter auf diesen Bildern zu identifizieren. Ziel der ganzen Aktion ist es, aufzuzeigen, dass so eine “Kameraüberwachung” nicht rechtens ist. Wir wollen am Schluss ein kommentiertes Video an die verantwortliche Polizeidirektion schicken, in dem sämtliche gefundenen Namen und Informationen zu den Polizisten publiziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, dass ihre alle mithelft! Kennt ihr bereits Polizisten, die am 1. Mai sicherlich vor Ort sind oder habt ihr sonstwelche “Quellen” oder was auch immer. Helft mir und nehmt Kontakt mit mir auf. Ich werde am 1. Mai durch einen Banner mit der Aufschrift “Autonome Presse” zu erkennen sein.

Lasst uns der Polizeidirektion aufzeigen, was man mit solchen Daten alles anstellen kann! Heraus zum 1. Mai 2010 – aber bitte friedlich. :-)

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Die Swisscom und ihre Mailfilter

March 19th, 2010 by fw

Einige Swisscom Kunden werden die Portänderung 25 / 587 noch im Hinterkopf haben. Die meisten haben sich dabei wohl nicht viel gedacht. Ich, der bald Swisscom Kunde werden muss, hab nun mal dahingehend nachgelesen. Auf der Swisscom Seite fand ich folgenden Hinweis:

Swisscom sorgt nun dafür, dass der Mailverkehr ihrer ADSL-Kunden nicht mehr ungefiltert ins Internet geht, sondern wie alle Mails auf den Bluewin-Mailservern auch, auf Spam und Viren geprüft wird. Innert weniger Tage konnten so mit einer kleinen Testgruppe in der Pilotphase bereits über 2 Millionen Mails ausgefiltert werden. Swisscom setzt nun diese Massnahme Schritt für Schritt um, sodass im Verlauf der nächsten Monate alle ADSL-Kunden vom neuen Filter profitieren können. Dieses Vorgehen wird international auch von anderen Providern erfolgreich eingesetzt.

(Quelle: Swisscom)

Das bedeutet in meinen Augen, dass die Swisscom jeglichen Mailverkehr filtert und auf “Viren und Spam” überpfrüft. Aber ob das wirklich nur “Viren und Spam” sind, dass weiss wohl nur die Swisscom. Auch interessant ist, dass sie diesen “Filter” wirklich für jeglichen Mailverkehr “anbieten”:

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Gründung der Netzstiftung

March 17th, 2010 by fw

Gestern, am 16.03.2010, wurde die Netzstiftung – die unter anderem auch das Freewords.in Projekt und Wikileaks unterstützt – formell mit sieben Gründungsmitgliedern gegründet. Ich wünsche der Netzstiftung einen guten Start und alles gute auch für den weiteren Verlauf.

In meinem Augen war so eine Stiftung längst fällig. Sie kann den Netzbürgern und auch der Politik als Anlaufstelle dienen und gegebenenfalls auch vermitteln. Die finanziellen Mittel sind zwar noch begrenzt, doch bereits vor der formellen Gründung konnte eine ansehnliche Summe an Spendengeldern verzeichnet werden. Zu den Mitgliedern und Sympathisanten zählen neben Bloggern, Print-Journalisten, Anwälten und sonstigen Medienvertretern auch “normale” Personen. Also einfach Menschen, die der Meinung sind, dass die Netzcommunity zu wenig ernst genommen wird und dass sich das in Zukunft ändern soll.

Ich wünsche alles gute und eine erfolgreiche Zukunft!

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Swift ziehts nun defintiv in die Schweiz

March 14th, 2010 by fw

Swift ist nicht dumm und verlagert den Datenverkehr, zumindest teilweise, einfach in die Schweiz. Damit entgeht man – vorläufig? – den EU Gesetzen. Ein bereits 2007 angekündigtes Datenverarbeitungszentrums für Finanztransaktionen (Operating Center – OPC) soll nun definitv in Diessenhofen TG entstehen.

Das passiert, wenn man solche Aufgaben an unabhängige Unternehmen vergibt. Was passiert, wenn man es dem Staat übergibt, hat man bei den Diskussionen zur Datenfreigabe ja gesehen. Aber auch in der Schweiz wird der Druck durch die EU stärker. Aber noch hält der Bundesrat am Grundsatz fest, dass der automatisierte Datenabgleich die Privatsphäre der Bürger angreift. Das wird auch im aktuellen Dossier Finanzplatzstrategie Schweiz deutlich. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Schweiz damit auch international durchsetzen kann.

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Appspot Proxy zum selber machen

March 10th, 2010 by fw

Ich hab mir gerade eben aus zwei “Getting Started” Artikeln der Google App Engine einen Proxy zusammengebaut, den ich euch natürlich nicht vorenthalten will:

http://stalkatweb.appspot.com/

Der Proxy macht nichts anderes, als die URL, die per POST übergeben wird, mittels Googles “urlfetch” auszulesen. Die eingegebene URL wird (bisher?) auch nicht überprüft.

Hier der Code, der direkt mittels “appcfg.py update ordername” in den Appspot Account geladen werden kann, zum download: http://blog.freewords.in/pubimages/stalkatweb-0-1.tar.gz

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Framework zur Code Überprüfung

March 3rd, 2010 by fw

Auf checkMyCode.org kann man sich eine Demo eines Code Analyse Tools anschauen, dass bald verfügbar sein soll. Nimmt man das Code Beispiel von der Tutorial Seite analysieren lässt, kriegt man sofort Hinweise über potentielle Probleme die sich im Code verstecken können. Hinter checkMyCode steckt das TIKANGA Framework, dass von der Uni Saarland  entwickelt wurde. Das Framework erlaubt es einem, seinen eigenen Code mit 200 Millionen Zeilen Linux Quellcode zu vergleichen.

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History Hacks für Blogs nutzen

March 3rd, 2010 by fw

Wenn man History Hacks mal rein von der Funktionsweise her betrachtet, steckt viel Potential darin. Ich habe mal als Suchvariablen die Ausgabe meiner Sitemap genommen. Also alle Links die mein Blog umfasst. Ich kann also mit einer einfach Abfrage sehen, welche Seiten meines Blogs ein Besucher bereits gesehen hat und welche er vielleicht noch lesen möchte. Ich z.B. nutze in meinem Blog ein Plugin das unter den Beiträgen eine Auswahl an Einträgen anzeigt, die zum Thema passen. Anstatt das man dem Besucher jetzt möglicherweise Seiten anzeigt die er bereits gesehen hat, filter man diese einfach mit dem History Hack heraus. Solche Funktionen wären einfach zu implementieren und auch wenn sie nicht unbedingt notwendig sind, ist es trotzdem eine Vereinfachung für den Leser, denn er muss nicht mehr überlegen ob das jetzt der Artikel war, den er gerade vor 2 Minuten gelesen hat oder ob es ein anderer ist.

Hier mal ein abgeändertes Beispiel des Codes den ich auf web-tuts.de gefunden habe:

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CDU-NRW – die Freunde der Blogger

March 3rd, 2010 by fw

Nach um einem Hick-Hack um die Veröffentlichung von internen Daten der CDU richtet sich der designierte Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen Andreas Krautscheid mit einer Videobotschaft an die Blogger. Er freue sich über die Vielfalt im Netz und wisse Beiträge und Kommentare sehr zu schätzen, sagt er im Video. Dem ganzen voraus geht die vom Handelsblatt und anderen publizierte Meldung, dass die Blogs “Ruhrbarone” und “Wir in NRW” über CDU Interna berichtet hätten:

Vor allem im Auge hat Krautscheid die Blogs “Wir in NRW” und “Ruhrbarone”, die in der Vergangenheit aus internem CDU-Material berichtet hatten. “Ruhrbarone” habe mit weiteren Enthüllungen gedroht, so Krautscheid.

“Es ist eine neue Qualität, dass ein Blog mit geklauten E-Mails arbeitet”, sagte der CDU-Mann.

(Handelsblatt)

Nachdem die Ruhrbarone und andere Blogs die Sache weiter aufgegriffen haben wurde das Video von Krautscheid auf der Webseite der CDU-NRW veröffentlicht:

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Run auf umstrittene biometrische Pässe

March 2nd, 2010 by fw

Seit dem letzten Mittwoch können hier in der Schweiz biometrische Pässe beantragt werden. Die Pässe sind heftig umstritten. Ein Referendum der Freiheitskampagne erreichte an der Urne das knappste Wahlergebnis überhaupt. Die biometrischen Pässe wurden mit 50.1% angenommen. Im nachhinein wurde von verschiedenen Seiten eine Neusauszählung verlangt, diese wurde aber abgelehnt. Bei den Recherchen kamen teilweise Zustände zum Vorschein, die an Wahlen in Drittweltländern erinnern. In einem Kanton wurden 50’000 Wahlzettel “zuviel” gedruckt. Was mit denen passiert ist, ist natürlich unklar. Aber alleine schon die Ablehnung einer Nachzählung ist schon sehr fragwürdig. Selbst erfahrene Politbeobachter sagen, dass Zahlen in diesem Prozentbereich durchaus durch nochmalige Auszählungen völlig anders aussehen können.

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