9/11 – Nach Sat1 und Schweizer Fernsehen jetzt auch n-tv

September 3rd, 2011 by fw

Nachdem Sat1 und das Schweizer Fernsehen teils kontrovers über die “Terroranschläge” am 11. September berichtet haben, zeigt nun auch n-tv eine Reportage über “die Verschwörungstheorien”, nicht aber ohne Vorher zwei Reportagen zu zeigen, die Titel wie “Das Al-Qaida Protokoll” tragen. Hier das n-tv Programm von heute (3. September 2011):

  • 20:10 – 9/11: Der Todesflug von New York

Um 8:46 Uhr am Morgen des 11. Septembers 2001 rast eine Boeing 767 der American Airlines in den Nordturm des World Trade Centers in New York. Es ist der erste furchtbare Terroranschlag an diesem Tag, der die Welt verändern sollte. Die Geschichte dieser verhängnisvollen Flugzeugentführung wurde bis ins letzte bekannte Detail rekonstruiert. Diese Reportage erzählt die letzten 60 Minuten des Fluges American Airlines 11, von dem Moment, als Mohammed Attar und seine Komplizen die Maschine auf dem Flughafen in Boston betreten, bis zum schrecklichen Ende über Manhattan. Der Zuschauer erlebt die kaltblütige Entschlossenheit der Terroristen, den mutigen Einsatz der Stewardessen, die die Verantwortlichen am Boden per Telefon über die Situation an Bord unterrichten, und die verzweifelten Versuche der Fluglotsen, Kontakt mit dem Cockpit der Boeing 767 aufzunehmen.

  • 21:05 - 9/11: Das Al-Qaida-Protokoll

Am 11. September 2001 passiert das Unfassbare: die USA werden zum Ziel eines terroristischen Anschlags von bis dahin unbekanntem Ausmaß. Heute kennen wir nahezu jedes Detail, wie eins zum anderen kam. Doch eine Geschichte wurde bis heute noch nicht erzählt: 9/11 aus der Sicht ihrer Täter. Diese Reportage tut dies und ermöglicht einen schockierenden neuen Blick auf die Terrorereignisse. Dabei kommen hochrangige Al-Qaida Mitglieder selbst zu Wort und schildern exklusiv ihre Sichtweise vom Tag, der die Welt veränderte.

  • 22:05 - Rätsel 9/11: Die Verschwörungstheorien 1
  • 23:05 - Rätsel 9/11: Die Verschwörungstheorien 2

Was steckt wirklich hinter den Anschlägen vom 11. September 2001? Bei der Beantwortung dieser Frage gehen die Meinungen selbst ein Jahrzehnt später noch stark auseinander. Glaubt man der offiziellen Version, so gehen die Ereignisse auf das Konto der Terrororganisation Al-Qaida. Doch eine Vielzahl von Verschwörungstheoretikern stellt genau das in Frage. Ihnen zufolge habe die US-Regierung bereits vorher von den Anschlägen gewusst oder sie sogar selbst inszeniert. Was ist nun Wahrheit – und was Fiktion? Diese NATIONAL GEOGRAPHIC Reportage geht den populärsten Verschwörungstheorien auf den Grund und stellt sie mit Hilfe wissenschaftlicher Experimente auf den Prüfstand.

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UniOS – Der vielleicht grösste Schwindel NRWs

August 22nd, 2011 by fw

Maik Mixdorf, ein 18jähriges Scriptkiddie aus Lünen will, zusammen mit 12 Freunden, ein UniversellesOS entwickelt haben, welches MAC, Windows und Linux Programme ausführen kann. Golem hat etwas genauer hingeschaut und auch andere Blogs sind dem Schwindel auf der Schliche. Hier meine Meinung dazu:

Wie er zugibt, handelt es sich dabei um angepasstes Ubuntu Derivat, welches Native Windows und MAC Anwendungen ausführen soll. Schaut man genauer hin, hat er sich da ein riesiges Luftschloss zusammengebastelt. Die Native MAC Anwendung ist ein Flash Nachbau eines anderen Entwicklers und auch der Rest scheint mehr Schein als Sein… Zwar ist im Prozess Manager kein WINE Prozess zu sehen, aber sämtliche seiner “Nativen” Anwendungen sind im WineHQ als funktionierend zu finden… Dies ist nicht die einzige Unstimmigkeit. Schaut man beim Video genauer hin, sieht man eine Wubi Installation. Es ist also naheliegend, dass er – zusammen mit seinen Freunden – einfach nur die einzelnen Systeme untereinander gut versteckt hat. Denn technischen Fragen vom Golem Redakteur weicht er konsequent aus. Root Zugriff will er dem Redakteur auch nicht geben, nichtmal eine Konsole… Der NT-Kernel stellt sich als NT-Schicht dar und das geht immer so weiter… Wer mehr sehen will, soll sich den oben verlinkten Golem Artikel und den Blog anschauen. Dort ist auch ein RTL Ausschnitt zu finden.

Mir tut der Junge leid. Er will das Ding für 28 Euro verkaufen. Sollte es tatsächlich erfolgreich sein, was ich stark bezweifle, dauert es wohl nicht lange bis Apple und vielleicht auch Windows Klagen einreichen werden… Das ganze wird ihm höllisch auf die Füsse fallen. Hoffen wir, dass er damit nicht sich, seine Freundeund seine ganze Familie in eine Klagewelle reitet…

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Anonymous – NoNameCrew – Deutsche Hackerszene

July 20th, 2011 by fw

In letzter Zeit wurde die Diskussion um die deutsche “Hackerszene” –  z.B. durch die Verhaftung von Darkhammer – enorm angeheizt.  Die Mainstream- und Printmedien “drucken” eine Falschmeldung nach der anderen. Der “Normalbürger” blickt da kaum mehr durch. Deshalb hier das kleine 1 mal 1 der Begrifflichkeiten rund um Anon, NNC und co.

  • Anonymous
Durch Meldungen wie “Anonymous Mitglieder verhaftet” entsteht oft der Eindruck, es handle sich um eine feste, definierbare Gruppe. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Jeder ist Anonymous. Man nehme das entsprechende Logo, ein Bildbearteiungsprogramm und eine gute Idee für Aktion, packt alles zusammen, veröffentlicht es auf den “üblichen” Kanälen und schon ist man Anonymous Mitglied.
Wer ausserdem denkt, dass Anonymous aus Frust über irgendwelche Behörden entstanden ist, der liegt nochmal falsch. Anonymous hat sich in erster Linie mit Aktionen rum um Scientology einen Namen gemacht (siehe unter anderem: http://www.whyweprotest.net/anonymous-scientology/). Erst danach kamen Kampagnen die sich auf Meinungs- und Informationsfreiheit bezogen (http://www.whyweprotest.net/freedom-of-information/). Der grosse Durchbruch kam dann durch Aktionen um Wikileaks, den Iran und dann erneut wieder durch den “arabischen Frühling”. Aber eines hat sich nie geändert. Nämlich das Prinzip hinter der Gruppe. Klar gibt es auch hier einen “harten Kern” und verschiedene Splittergruppen, doch steht es jedem frei, den Namen für “sich” bzw. “seine” Aktion zu nutzen. Wieviel support dann von der restlichen Community kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Eine entscheidene Rolle spielen neben dem Thema vor allem die Verbreitungskänale. Aber mit Hilfe von 4Chan, Twitter, Facebook, Google+, etc. erreicht man heutzutage relativ leicht sehr viele Leute aus der ganzen Welt.
  • Die No Name Crew
Durch den “Zoll-Hack” erhielt diese Gruppe einen extremen Bekanntheitsgrad. Auf ihrer Webseite haben sie verschiedene “Leaks” – darunter unter anderem Geodaten – veröffentlicht. Nach der Verhaftung von Darkhammer – dem “Leader” der Gruppe – kam der Name noch mehr in die Medien (Darkhammer wurde nach einem Geständniss anscheinend wieder auf freien Fuss gesetzt – siehe Gulli Link Update). Der Staat musste ja zeigen, dass er doch noch eine Chance gegen “Cyberbedrohungen” aus dem bösen, anonymen Internet hat. Das auch eine falsche Person verhaftet wurde, interessiert da weniger. Hauptsache man hat wenigstens einen kleinen öffentlichen Erfolg zu verbuchen.
Im Gegenteil zur losen Anonymous Gruppierung handelt es sich bei der NN-Crew um eine – mehr oder weniger – feste Gruppe von “Hackern”. Mehr aktuelle Informationen zur NN-Crew gibts unter anderem bei Gulli (mit Interview): http://www.gulli.com/news/16631-behoerden-verhaften-mutmasslichen-polizei-hacker-der-nn-crew-update-2011-07-18
  • Deutsche (oder besser deutschsprachige) Hackerszene
Neben der NN-Crew gibt es noch sehr viele andere Gruppen, welche entweder in der “Hacker-”, “Warez-” oder WasAuchImmer-Szene zu finden sind. Leider sind diese Gruppen aber viel zu sehr mit ihrem privaten Kleinkrieg beschäftigt, anstatt sich zusammenzuraufen, wie dies z.B. in andern Ländern der Fall ist (bspw. Russland). Deshalb gibt es auch keine feste, geschützte Plattform wie z.B. Wikileaks, sondern jeder dreht – mehr oder weniger erfolgreich – sein eigenes Ding. (Viele deutschsprache Aktivisten schliessen sich deshalb auch internationalen Crews an.) Dass dies nicht immer von Vorteil ist, sieht man am Beispiel NN-Crew. Weder der Twitteraccount, noch die Webseite sind momentan erreichbar.
  • Ein Update folgt eventuell später
Dies sollte als Grundlage für die zukünftige Meinungsbildung – vor allem bezüglich Anonymous-”Mitglieder”-Verhaftungen – reichen.
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Rücktritt: Tschüss Herr Merz und danke für den Fisch

August 7th, 2010 by fw

Bundesrat Hans-Rudolf Merz ist gestern um 13:31 Uhr zurückgetreten. Zeit mal über ihn und den dadurch frei werdenden Platz zu reden. Zwar hat unser Bundeszwerg sicherlich einiges “verbockt”, aber trotzdem hat er es geschafft, dass die Schweiz schwarze Zahlen schreibt. Er hat sogar noch 20 Millionen gespart. Aber die Lybien Krise, einen lächelnden Händeschlag mit Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad und einige kleinere “Krisen” haben ihn einiges an Vertrauen einbüssen lassen. Laut einer SF-Umfrage befürworten knapp 3/4 (73%) von 1118 Befragten den Rücktritt von Hans-Rudolf Merz.

SF Umfrage zum Rücktritt von Hans-Rudolf Merz

Doch hat er dieses schlechte Ergebniss tatsächlich verdient? Nehmen wir als Beispiel die Lybien Krise. Hans-Rudolf Merz, ein ehemaliger Unternehmensberater, wird zu diplomatisch heiklen Gesprächen mit einem Arroganten und Abgedrehten Wüstendiktator geschickt. Er begibt sich schlicht und einfach in eine Umgebung, die nicht seinen Fähigkeiten entspricht. Als die Gespräche fehlschlagen, wird Micheline Calmy-Rey der Bevölkerung als “Geiselretter” vorgestellt. Sie ist zwar “beruflich” gesehen nicht mehr geeignet, als Merz, doch konnte sie – unter anderem – im EDA seit 2007 reichlich Erfahrung im Umgang mit “schwierigen” Staatsoberhäuptern sammeln. Aber hat sie ihre Sache wirklich so viel besser gemacht? War es nicht einfach eine Frage der Zeit, bis die Geiseln freimkamen?

Dann der Fall mit dem Foto, auf welchem er lächelnd die Hand von Mahmud Ahmadinedschad schüttelt. Warum diese Geschichte derart Aufgebauscht wurde, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Soll man verschiedene Staatsoberhäupter unterschiedlich behandeln? Man darf also lächeln, wenn man einem Massenmörder und Lügner wie Barack Obama die Flosse gibt? Bei Ahmadinedschad darf man dies aber nicht. Für mich nicht nachvollziehbar. Wir sind ein neutraler Rechtsstaat und sollten uns in jeder Situation weltoffen, tolerant und respektvoll Verhalten. Aber scheinbar sehen das die Herren der EU-Kommission und Weltherrscher Amerika ein wenig anders.

Mir eigentlich alles egal, was interessant für mich ist, ist wer den Sitz von Merz erhalten wird und was die Konsequenzen daraus sind. Werden wir eine Frauenmehrheit im Bundesrat haben? Bekommt die SVP einen der freiwerdenen Sitze?  Tritt gar Blocher noch überraschend als Kandidat für den Ständerat ab? Wir werden es sehen. Wird sicherlich interessant werden.

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Solitary – Wie kann man nur mitmachen?

July 17th, 2010 by fw

Wie schlecht muss es einem gehen, dass man bei der neusten Pro7 Show Solitary mitmacht? Echt krank. Das eine Isolation über längere Zeit zu psychischen Problemen führt, ist erwiesen. Dazu kommen noch die Farben, der Zellen. Ein Babyblau oder Pink ist für die Psyche auch nicht gerade förderlich. Dies wird wohl auch der Grund sein, dass das ganze in Kalifornien gedreht wird. In Deutschland würde – so hoffe ich doch – der Medienrat sowas verbieten… Naja, bleibt zu hoffen, dass die Sendung bald abgesetzt wird. Ich habs mir fünf Minuten angeschaut und dann gefunden, dass man solchen Sachen keine Plattform bieten soll. Auch nicht bei sich selber…

Bitte, bitte, lieber Medienrat… setzt euch für eine Absetzung solcher Formate ein. Das ist ja noch schlimmer als das Nachmittagsprogramm von RTL… Traurig, dass man da immer wieder Leute findet, die da mitmachen… Viele meiner Freunde sind drogensüchtig. Aber zu sowas würden nichtmal die sich pervertieren lassen… und das will was heissen! Bäh!

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WordPress monopolisiert sich selber

July 1st, 2010 by fw

Eigentlich bin ich ja ein grosser Fan von WordPress und der Community drum, aber in letzter Zeit ist mir eine Entwicklung aufgefallen, die mich sehr stark an einen grossen Betriebssystem Monopolisten erinnert (Man könnte hier auch “Suchmaschinen”-Monopolist einsetzen, das Bild ist das selbe). Anstatt das man Fremdanbietern die Möglichkeit gibt, sich zu etablieren, wird das Fremdprodukt entweder aufgekauft oder es wird ein “Konkurrenz”-Dienst dazu gestartet, welcher – durch die besseren Verbreitungsmöglichkeiten – schnell sehr erfolgreich wird.

Die wohl ultimative Verbreitungsmöglichkeit ist das Dashboard von Tausenden von Benutzern, welches neben dem “WordPress Development Blog” auch noch “Other WordPress News” verbreitet. Dazu kann man noch das WordPress.com Stats Plugin einsetzen und die Monopolisierungsmaschine läuft von alleine. Einziges Gegenmittel hier: Unter “Screen Options” diese Anzeigen deaktivieren. Dies hat dann aber zur Folge, dass man unter Umständen nicht immer auf die aktuellstesten Updates hingewiesen wird. Einziger Gegenpol dazu ist wohl noch das “Plugins” Widget, welches einem die Top-Plugins, die neusten und die zuletzt aktualisierten anzeigt. Aber die Top Plugins kann man auch schon als Monopolisiert betrachten. Anstatt dort die Aufsteiger oder sonst interessante Plugins anzuzeigen, werden immer wieder die gleichen Plugins in einer Endlossschleife abgeschpult.

Ein ganz grosser in diesem Geschäft ist WordPress Evangelist Matt Mullenweg. Automattic heisst seine Firma, die mittlerweile alles aus einer Hand anbietet, was der Durchschnittsuser braucht (oder man spielt den Benutzern einfach vor, dass er es braucht). Es werden erweiterte Kommentarmöglichkeiten (IntenseDebate), Single-Sign-On Avatare (Gravatar) und noch vieles mehr angeboten. Seit dem Aufkauf von Plinky kann man sich sogar “Inspirationen” für einen Blogpost abholen. Gerade Dienste wie Plinky bieten sich doch herrlich dazu an, eine eigene Propagandamaschine aufzubauen. Man “inspiriert” mit einem Eintrag hunderte Benutzer dazu, über das gleiche Thema zu schreiben. Auch ein eigener Spellchecker (AfterTheDeadline) wird angeboten. Dieser funktioniert nach dem selben Prinzip wie der Google-Spellchecker. Die Beiträge werden zum Server des Dienstes geleitet und somit weiss der Dienstanbieter in etwa, wieviele Benutzer, zu welchem Thema, welche Inhalte bloggen und dies noch bevor der Benutzer auf “Publish” gedrückt hat. All diese Dienste bieten uns Matt Mullenweg und seine Gefährten unter einem Dach an. Das kann doch nur zu Assoziationen mit anderen Monopolisten führen, aber hey, er “Contributet” ja “Open Source”. Das kann ja nichts böses sein.

Mir jedenfalls gefällt diese Entwicklung nicht. Ich setze WordPress bei vielen Kunden als Blog und CMS ein und werde in Zukunft sämtliche dieser Widgets deaktivieren, bevor ich noch mehr Anfragen erhalte, ob den Vaultpress nicht bessser sei, als das Backup, was ich meinen Kunden sowieso schon anbiete. Einige von den Kunden zahlen jetzt halt doppelt, für einen Service, der ihnen schon lange geboten wird. Fällt bei uns eine Webseite aus, ist sie – je nach SLA – innerhalb von fünf Minuten bis 12 Stunden wieder online (Wenn sie nicht sowieso schon in einem Cluster ["Cloud"] läuft). Aber Vaultpress kann das ja besser. Naja, mir solls egal sein. Ich werde für dein Einbau des Dienstes bezahlt und erhöhe dann die monatlichen Kosten noch, weil man das ganze ja auch warten muss. (Nein, dass ist keine Abzocke. Die Beiträge sind minimal und ich tu dafür auch wirklich was.)

So far… ich bin auf den nächsten Dienst gespannt. :-)

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Business Twittering und das Vertrauen

June 28th, 2010 by fw

Bin heute über eine Interessante Studie gestolpert, die sich damit befasst, ob Unternehmen die “Microbloggen” mehr Vertrauen geniessen:

Corporate Twittering - Fleischman Studie

(Quelle: Fleishman Hillard)

Jeder wird nun diese Ergebnisse wohl unterschiedlich interpretieren. Meine Interpretation ist jedenfalls folgende: Solche Twitter, Identica, wasauchimmer Accounts lohnen sich nur für einige Unternehmenszweige. Zum Beispiel kann ein Webhoster darüber seine Wartungen, Downtimes, etc. ankündigen. Dann kann der Kunde bequem das RSS Feed abonnieren und ist vorgewarnt bzw. informiert. Einen anderen – wirklich nützlichen – Verwendungszweck habe ich noch nicht gefunden. Eventuell gibt es einige Beispiele mehr, wie das obrige, aber grundsätzlich bin ich nicht der Meinung, das z.B. der lokale Sanitär sowas braucht.

Den hohen Prozentsatz von “It has no difference” schliesse ich darauf zurück, das vielen Leuten der Sinn von solchen Diensten gar nicht oder nur sehr beschränkt bekannt ist. Dies wird sich zwar zukünftig sicherlich ändern, aber im Moment sehe ich den Bedarf von solchen Angeboten bei nur sehr wenigen Unternehmen.

Wie immer gilt auch hier: Traue keiner Statistik/Studie, die du nicht selbst gefälscht hast. Ausserdem wird diese Grafik wohl jeder von euch etwas verschieden interpretieren. (Was auch gut so ist). :-)

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Collateral Murder “Informant” verhaftet

June 7th, 2010 by fw

Scheinbar haben die Amis einen jungen Soldaten verhaftet, der angeblich damals das Collateral Murder Video an Wikileaks geschickt hat.

Wikileaks: Collateral Murder Video

Spannend dazu: Genau diese Idee ist in einem der geleakten “Anti Wikileaks” Dokumente beschrieben. Jetzt könnte man also die Vermutug äussern, dass dies vielleicht eine PR Kampagne der Amis ist, um potentielle Whistleblower abzuschrecken. Wikileaks hat sich per Twitter so gäussert, als dass sie nicht nachvollziehen können, ob dies wirklich der Übermittler war, da sämtliche Submissions Anonym sind. Ausserdem schreibt Wikileaks, dass die Washington Post das Video angeblich ebenfalls seit über einem Jahr unter Verschluss hält.

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Jewish Internet Defense Force JIDF

June 6th, 2010 by fw

Heute bin ich über drei Ecken auf den Blog http://lebeninjerusalem.blogspot.com/ gestolpert. Habe ihn erstmal durchgescrollt, um dann auf diesen Banner mit einer passenden Überschrift zu stolpern:

Jewish Internet Defense Force JIDF

Proud Supporter of the Jewish Internet Defense Force

PsyOp und Propaganda, die man sonst nur von den Amis gewohnt ist. Aber hey, wer weiss: Gib dem Bauern(opfer) was zu essen und er wird einen Tag später noch was wollen. Lernst du ihn aber das Fischen, dann angelt er sich sein essen selber…. Naja, ich wollte damit nur aufzeigen, dass man nicht alles was man liest glauben sollte. Nur weils in einem nerdig aussehenden Blog steht, muss es nicht mehr (oder weniger) Wahrheit sein, wie wenn es in den Mainstream Medien auftaucht. Question everything.

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Free Gaza: Henning Mankells Augenzeugenbericht

June 6th, 2010 by fw

Kein Passagier der Free Gaza Flotte erregte soviel Aufmerksamkeit, wie der schwedische Journalist und Millionär Hennig Mankell. Da auf Aufmerksamkeit meist ein Rundumschlag folgt, können sich die Mainstreammedien natürlich auch ein ordentliches Bashing nicht verkneifen. Ein Paradebeispiel dafür ist die Süddeutsche Zeitung, die am 05. Juni folgende Aussagen vom Stapel liess:

[...] Reporter, Fernsehteams und Verlagsmenschen sind an diesem Nachmittag nicht ins Theater gekommen, um einem Palästinenser zuzuhören, sondern einem Schweden, der einige Zeit pro Jahr in Mosambik lebt, viele Millionen mit Krimis verdient und sich den Luxus leistet, ein linker Moralist zu sein. [...]

[...] Und weil an diesem Nachmittag kein Palästinenser vor den Mikrofonen sitzt, spricht Mankell mit einem Furor über den grauenhaften Morgen im Mittelmeer und die Arroganz israelischer Soldaten, als sei er Pressesprecher der 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen. Allerdings redet er nicht von ihnen, sondern von sich. [...]

(Quelle: Süddeutsche Zeitung – 05. Juni 2010)

Einerseits muss man der Süddeutschen Recht geben. Mankell hat in letzter Zeit sehr viel mehr über sich selbst und seinen “Hass auf Israel” (Der Hass ist eine Unterstellung, die nicht von mir stammt.) geredet, als dass er die Aufmerksamkeit dazu nutzten würde, eine Graswurzelbewegung zu starten beziehungsweise die bereits bestehende zu fördern. Seine Aussagen lassen teilweise eher die Vermutung aufkommen, Mankell sei einfach “Yet Another Israel Basher”. Allerdings muss man ihm auch anrechnen, dass er überhaupt Aussagen macht, anstatt gleich ein Buch darüber zu schreiben, um sein (finanzielles) Vermögen weiter auszubauen (obwohl ich nicht ausschliessen will, das bald sowas wie “Henning Mankell – Die Piraten von Israel” in den Bücherregalen steht…). Aber genug der Vorgeschichte… schliesslich title ich ja mit Henning Mankells Augenzeugenbericht.

Der Augenzeugenbericht Henning Mankells wurde von der “jungen Welt” am 05. Juni 2010 veröffentlicht und trägt die Überschrift: “Ich war dabei“. Nachlesen kann man ihn – unter anderem – auf dem Portal der “AG Friedensforschung” von der Uni Kassel. Dort findet sich auch eine Art Pressespiegel mit verschiedenen anderen Artikeln und sonstigem Mainstream. Lohnt sich auf jeden Fall, da mal reinzuschauen. Ganz wichtig dabei aber: Die Artikel mit Skepsis lesen (was man immer tun sollte. Nicht nur bei Mainstream, sondern auch bei Blogs, etc…). Aber nun – endlich – zum Augenzeugenbericht:

Mankell war nicht auf einem der grossen Schiffe sondern auf der Sophia, einem kleineren Frachtschiff, welches Zement, Bauteile für Fertighäuser und – unter anderem – einen Schwedischen Abgeordneten der Grünen geladen hatte. Er betont deshalb auch immer wieder, dass er nicht alles beantworten kann, weil sein Schiff ungefähr einen Kilometer vom “Frontschiff” der “Mavi Marmara” (welches hauptsächlich ein Passagierschiff ist) entfernt war. Er war also einen Kilometer vom Geschehen weg und trotzdem “war er dabei” -  (“Ich war dabei”). Er lässt zitieren, dass er lieber einmal mehr sagt, “Ich weiss es nicht genau”, als dass er Dinge berichtet, die er – aufgrund der Entfernung – vielleicht falsch wiedergibt oder nur über drei Ecken erzählt bekommen hat. Wirkt erstmal seriös, beim zweiten Mal hinsehen und nach dem lesen verschiedener Interviews, wirkt es aber eher so, als würde er einen regelrechten “innerlichen Krieg” gegen Israel führen.

Die Stürmung der Sophia – einem kleinen Frachter – beschreibt er als aggressiv. Ein älterer Mann, der nicht der schnellste war, wurde gar mit einer Elektroschock-Pistole angeschossen und ein anderer bekam Gummischrot ab. Die Beschreibung der “Tatwaffen” deckt sich also nicht, mit der Version, der “Tatwaffen” auf der “Mavi Marmara”. Doch von einer Provokation der Mavi Passagiere will er nichts wissen. Keiner habe antisemitische Lieder gesungen und auch sonst verhielt man sich nicht provokativ. Er sagt, alles andere würde ihn sehr wütend machen, wenns denn so gewesen sei (was er ja nicht gänzlich ausschliessen will, da er ja einen Kilometer entfernt war…)

Mein Fazit: Bei mir hinterlässt Henning Mankell einen Nachgeschmack, den ich nicht genau einordnen kann. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Aktion Free Gaza ist sicherlich eine tolle Sache, die unbedingt weitergeführt werden muss. Allerdings muss man aufpassen, dass nicht einzelne Personen oder Gruppierungen dies als Plattform für populistische Aussagen nutzt (was leider oft der Fall ist, sobald der Mainstream die Geschichte aufgreift).

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