Hypo Alpe Adria geht an den Staat

December 14th, 2009 by fw

Die Hypo Alpe Adria, eine Österreicher Bank, geht nach langen Verhandlungen an den Staat über. Viele erachten das für die falsche Lösung, aber Alternativen aufzeichnen mochte dann doch niemand. Bereits früher hatte der Bund schon 900 Millionen in das angeschlagene Finanzhaus gesteckt und nun sinds nochmal ungefähr 400 Millionen. Der Rest wird von den ehemaligen Eigner berappt. Der Vorstand bleibt auch im Amt.

Nach den ganzen Amipleiten und den Ereignissen in Griechenland rücken die direkten Folgen der Finanzkrise nun näher zu uns. Es wird sicherlich nicht die letzte Schreckensmeldung bleiben. Bereitet euch auf einen harten Winter vor.

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Angriffsversuche via SSH. Herkunftsländer weiterhin gleich.

December 13th, 2009 by fw

Die bisherigen Klischees über die Herkunft von potentiellen Angreifern, gelten wohl auch heute noch. Ich habe, zusammen mit einem grossen schweizer Newsportal, eine Monatsstatistik ausgewertet. Auf Port 22 lauschte einen Monat lang ein HoneyPot der zum Connecten einlud. Dahinter wurde ein komplettes Debian-Filesystem abgebildet. Die darauf getätigten Angriffe werden nun ausgewertet. Bereits jetzt kann man aber eine Aussage treffen, woher die Angreifer kommen.

Weiterhin an der Spitze sind die USA und China. Weit abgeschlagen auf den nächsten Plätzen folgen Korea, Brasilien, Australien und Deutschland. Das die Angriffsversuche aus Deutschland in letzter Zeit immer mehr zunehmen ist ein bekanntes Phänomen. Eine wirklich gute Erklärung dafür hat mir aber noch niemand geliefert.

Auf Platz eins der getätigten Versuche scheint übrigens der Austausch des SSH-Binarys zur Passwortaufzeichnung zu sein. Die Auswertung ist allerdings noch im Gange.

Hier gibts ein Diagramm als PDF: Download (75 kB)

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Massenmörder kritisiert Bankster

December 13th, 2009 by fw

Wie der Standard gerade titelt, hat Obama in einem CBS Interview die Lobbyarbeit gegen die Finanzreform kritisiert. Die Staatshilfen würden nur so schnell zurückgezahlt, damit man wieder munter Boni auszahlen kann.

Dreimal darf der Herr Nobelpreisträger raten, wie es sich die Banken leisten können, diese Milliarden zurückzuzahlen. Ganz einfach: Sie leihen sich das Geld von der FED oder anderen Nationalbanken. Der Zinssatz wurde ja gerade gesenkt und das teilweise sogar auf ein Null Niveau. Da muss man doch nicht lange überlegen, was das kleinere Übel ist. Beim Staat direkt in der Kreide stehen und Einmischungen in Kauf nehmen oder halt nur indirekt in der Kreide stehen und weiter Bankstern wie bisher.

Allerdings sollte man Kritik von einem Massenmörder und Lügner, wie Obama es ist, sowieso nicht ernst nehmen. Die Bankster helfen ihm ja immerhin mit, seine Kriege und Lügen zu finanzieren und auch Lobbyarbeit wird in dieser Branche oft genug betrieben. Das ja bekanntlich auch nicht immer zum Wohle der Menschheit.

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Polizeiaufgebot wegen Burkaträgerin

December 12th, 2009 by fw

Gleichzeitig mit den ersten Berichten von der muslimischen Demo in Bern, veröffentlicht a-z.ch die Meldung, das in einem Einwohnermeldeamt in Grenchen die Polizei aufgeboten wurde, weil sich eine 19 jährige Muslimin mit Burka anmelden wollte.

Die ganze Geschichte liest sich eher wie ein schlechter Scherz. Einzig interessantes Detail ist, dass die junge Frau das aus eigener Überzeugung tut. Sie habe “im Internet” Dinge gelesen, die sie dazu brachten das zu tun. Dem Vater gefällt diese Indoktrinierung nicht. Er habe seine Tochter schonmal einen Monat nach Marokko geschickt, damit diese sehe, wie sich muslimische Frauen im Alltag und in ihrer Heimat verhalten. Scheint nicht viel gebracht zu haben.

Auch in Zukunft will man im Einwohnermeldeamt verlangen, dass man das vollständige Gesicht zeigt bei der Anmeldung. In einem Postamt wurde sogar mal die Polizei aufgeboten, weil man hinter einer Burka eine Posträuberin vermutete.

Pierre Vogel wollte, anders als er verlauten liess, übrigens trotzdem in die Schweiz einreisen. Von unseren eifrigen Grenzern wurde er allerdings abgewiesen. Finde ich gut so.

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Stockholm Programm – Stockholm Was?

December 11th, 2009 by fw

Der Europäische Rat hat das Stockholm Programm abgesegnet. Das Stockholm Programm beinhaltet Vorschläge, wie nach dem Inkrafttreten des Lissabonvertrags  die Innen- und Rechtspolitik der EU bis 2014 fortgeführt werden soll. Neben dem üblichen Gefasel von Terrorismus betrifft der Inhalt vor allem Vorschläge zu Themen wie Menschenhandel, Drogenhandel und natürlich Computerstraftaten.

Ein grosser Punkt dazu ist auch, wie man die Datenbanken zentralisieren kann. Eine EU-Agentur soll zukünftig für den Betrieb der Fahndungsdatenbanken zuständig sein. Neben den bisherigen Datenbanken zu Schengen, Visa, etc. soll nun eine flächendeckende Überwachung der Flugpassagierdaten dazukommen. Das ganze, wie immer, nach dem Vorbild der Amis. Dies sei nötig um – dreimal dürft ihr raten – Terroranschläge zu verhindern… Ausserdem soll es auch bald mal Empfehlungen geben für den Datenaustausch mit Drittstaaten. Vielleicht werden dann bei uns auch Terroranschläge verhindert. Aber ich denke, so lange können wir mit dem Risiko noch leben.

Das Programm gibts übrigens dank Schäubles “Zukunftsgruppe”. Ein sicheres und offenes Europa, wie es darin heisst, werden wir dadurch sicherlich nicht kriegen. Einen Lichtblick gibt es noch: Das EU-Parlament hat sich im Vorfeld kritisch darüber geäussert. Allerdings waren beim SWIFT-Abkommen ja auch einige kritisch. Die Eier um Nein zu sagen, hatte dann doch keiner.

Danke liebe Stimmbürger, dass ihr uns (bisher?) vor der EU bewahrt habt.

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Facebook hat ein paar neue Einstellungen. Toll. Oder doch nicht?

December 10th, 2009 by fw

Die EFF hat gestern ein paar Gedanken dazu veröffentlicht. Unter dem aussagekräftigen Titel: “The Good, The Bad, and The Ugly“.

Im Artikel der EFF ist unter anderem dieses nette Detail versteckt: Die Funktion “Do not share any information about me through the Facebook API” verschwindet gänzlich. Wenn also in Zukunft einer euer Freunde eine App hinzufügt, hat die App vollen Zugriff auf eure PAI (Publicly Available Information). Was zu den PAI gehört?  Unter anderem die Einstellungen, die ihr eben dazu verwendet, unerwünschte User von euren Inhalten fernzuhalten. Allen voran eure Freunde. Damit schliesst sich der Kreis diese Absatzes auch wieder.

Ich schreibe bewusst “eure”, weil ich keinen Facebook Account habe und ob mans glaubt oder nicht, ich hab ohne MSN, ICQ, Skype, Facebook, Twitter, etc. trotzdem noch täglich Kontakt zu all meinen Freunden.

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Thunderbird 3.0-3.1, Firefox 3.5-3.7 schön paketiert für Ubuntu

December 9th, 2009 by fw

Für Ubuntu-User, die mit dem Begriff “Daily Build” etwas anfangen können, gibts eine angenehme Art, um immer auf dem aktuellsten Stand bei Firefox und Thunderbird zu sein. Das Mozilla Daily Build Team PPA. Darin findet man jeweils die Daily Builds von Mozilla schön paketiert. Aktuell folgende:

  • firefox-3.5
  • firefox-3.6
  • firefox-3.7
  • thunderbird-3.0
  • thunderbird-3.1

Allerdings gelingt (verständlicherweise) nicht jeder Build. Eine Übersicht dazu findet man unter den Package Details. Natürlich gibts, wie bei allen Fremdquellen, auch noch einiges zu beachten.

Wenn man sich der Konsequenzen wirklich bewusst ist, ist die Installation ist schnell gemacht:

1. Unter z.B. /etc/apt/sources.list.d/mozilla.daily.list die Repository URLs eintragen:

deb http://ppa.launchpad.net/ubuntu-mozilla-daily/ppa/ubuntu karmic main
deb-src http://ppa.launchpad.net/ubuntu-mozilla-daily/ppa/ubuntu karmic main

2. Den entsprechenden Key importieren und die Sourcen updaten:

sudo apt-key adv –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv-keys B34505EA326FEAEA07E3618DEF4186FE247510BE && apt-get update

Beim nächsten dist-upgrade wird sich vermutlich gleich mal Firefox (“Shiretoko”) auf 3.5.7pre Updaten. Die weiteren Versionen kann man obiger Liste entnehmen.

Disclaimer: Denn sie wissen nicht, was sie tun. Seid euch bewusst was es für Konsequenzen hat. Meldet auftretende Bugs zu melden.

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Holland verbietet den freien Verkauf von GBL

December 8th, 2009 by fw

Wie ich gerade einem Newsletter eines Chemieversandes entnehme, ist der freie Verkauf von Gamma-Butyrolactone (GBL/Butyro-1,4-lacton/γ-Butyrolacton) in Holland eingeschränkt worden. In der Schweiz ist eine ähnliche Erweiterung der Verordnung bereits in der Diskussion. Bei uns soll der Grundstoff dafür, nämlich 1,4-Butandiol (BDO) ins Betäubungsmittelrecht einfliessen. (Sorry für den 20min.ch Link. Aber die Leser-Kommentare lohnen sich ausnahmsweise mal.)

Genau in den erwähnten Leser-Kommentaren findet sich das wieder, was ich schon seit Jahren allen Predige. GBL ist nicht geschmacklos und man schmeckt es aus den meisten Long-Drinks, wenn man nicht schon einen zu viel getrunken hat, raus. Es hat einen doch sehr starken, bitteren Eigengeschmack. Leider wurde die öffentliche Meinung durch völlig falsche Darstellung in RTL-, Pro7- und sonstigen Mainstream-Reportagen völlig in die falsche Richtung beeinflusst. Deswegen bekommen wir jetzt Verordnungen und Verbote, die am Schluss doch niemandem etwas nutzen.

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Symbolcharakter für Netzsperren

December 8th, 2009 by fw

Microsofts Deutschlandchef, Achim Berg, ist für Netzsperren. Das bekräftigt er zumindest in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Er findet, Netzsperren sinnvoll, weil auch wenn man sie “sehr einfach umgehen” kann, sie trotzdem einen Symbolcharakter haben. Wahrscheinlich denkt er so, weil ihm und seinen Produkten dauernd das selbe passiert. Auch wenn die Produkte Closed Source sind, findet man “sehr einfach” einen Weg, wie man trotzdem eine tolle Alternative dazu schaffen kann. Direktbeispiel Wine – Indirektbeispiel: OpenOffice.

Im gleichen Interview geht er noch auf den IT-Gipfel ein. Auf dem IT-Gipfel will die deutsche Bundesregierung “neue Strategien für die digital Zukunft” erarbeiten. Früher, so sagt er, hielt er den IT-Gipfel für eine “Polit-Show”. Aber jetzt kann er ja, zusammen mit der Bundesregierung, die weiteren Schritte für eine erfolgreiche Zukunft der Netzsperren diskutieren. Da macht es doch gleich viel mehr Spass – oder nicht, Herr Berg?

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ACTA – Das nächste Wahlversprechen wird gebrochen

December 7th, 2009 by fw

Wenn “Anti-Counterfeiting Trade Agreement”, kurz ACTA, auf breiter Ebene akzeptiert wird, wird es sicherlich auch in Deutschland so zum tragen kommen. Neben ganz anderen, völlig abstrusen und wirklichkeitsfremden Inhalten, ist auch das “Three-Strike”-Modell ein Teil davon. Wie ich aber vor einiger Zeit schon gebloggt habe, hat die Bundesregierung so ein Modell aber abgelehnt.

Die anderen Punkte die vom ACTA abgedeckt werden, haben es aber ebenso in sich. Provider, die Inhalte nicht “sperren”, sollen direkt für die über ihre Leitungen getätigten Verstösse haftbar gemacht werden. Provider werden also schlicht und einfach gezwungen, dieses Abkommen zu übernehmen, da alles andere sicherlich den kompletten Ruin zur Folge hätte. Die restlichen Punkte hier aufzulisten, spar ich mir mal. Wer will, kann das ganze bei Netzpolitik oder anderen nachlesen.

Das hier soll nur als Reminder für das “Three-Strike”-”Versprechen” der Bundesregierung stehen. Denn auch wenn immer betont wird, dass sich das Abkommen nur gegen “grössere” Verstösse richtet, wird es zukünftig für jeden Folgen haben, auch für ins Nachbarn.

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