Google verbannt GBL

September 29th, 2009 by fw

Google hat an seinem Suchalgorythmus soweit angepasst, dass dieser das Wort “GBL” nicht mehr mit “gammabutyrolactone” assoziiert. Das soll verhindern, das GBL-Shops im Index auftauchen. Damit will sich Google wohl schlechte PR vom Leib halten. Allerdings ist somit auch eine Quelle für Informationen versiebt.  GBL ist in der letzten Zeit oft als “KO-Tropfen” in den Medien aufgetaucht. Dazu wurde mit viel Lügen und Falschinformation Panik geschürt. Von einer “geschmacklosen” Flüssigkeit und anderem war die Rede. Dabei sollten auch Laien wissen, das ein Lösungsmittel eher selten “geschmacklos” daherkommt. Ausserdem werden oft andere Mittel als GBL genutzt, da diese eine “bessere Wirkung mit weniger Gefahren erzielen”. Wie auch immer, es gibt genug GBL-Süchtige, die niemals jemanden vergewaltigen würden und denen eher geholfen werden sollte, als sie zu kriminalisieren und ihnen Sexverbrechen nachzureden. Kurze Rede, langer Sinn. Diejenigen dies betrifft, wirds interessieren. Darum hier mal das Quote aus einem Newsletter eines Chemie-Versandes:

Kürzlich wird uns bekannt, dass Sie in die Google-Suchmaschine nicht mehr unter dem Stichwort “GBL” als Abkürzung von “gammabutyrolactone” auf den Internetseiten des Niederländischen Webshops kann auskommen.

Weil “GBL” folgens Google jetzt ein “Drogenrelatiertes Wort oder Abkürzung ist geworden, so dass die Kunden nicht mehr über diese Abkürzung für das Lösungsmittel in der Google Zuchmaschine bei der advertierende Webshops auskommen.

Es gibt immer mehr Organisationen und Unternehmen in den Niederlanden und Europa, die gegenüber dem Stoff gammabutyrolactone werden, wozu auch die Abkürzung “GBL” und damit in Zusammenhang stehen, so hinters Licht geführt zu werden.

Infos über GBL gibt unter anderem bei der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Butyro-1,4-lacton

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Demonstranten spielen Leichen – Kinder weinen

September 28th, 2009 by fw

demonstranten-armee

Auf dem Truppenübungsplatz Colbitz-Letzlinger-Heide (Ja, Deutschland…) fand letzten Samstag ein Tag der offenen Tür statt. Den gaffenden Zuschauern wurde fortgeführt, wie toll die Armee schiessen kann. Doch just in diesem Moment fallen mehrere Leute Blut überströmt um und schreien wie am Spiess. Doch dabei handelt es sich nicht um Querschläger die in die Menge gerieten, sondern um Demonstranten die den Anwesenden zeigen wollten, wie es aussieht wenn wirklich jemand stirbt. Sie hatten sich mit Theaterblut ausgerüstet, um zu zeigen das Deutschland einen Krieg führt, in dem wirklich Menschen sterben.

Viele der Anwesenden fanden dieses Schauspiel nicht so lustig. Auch in den Indymedia Kommentaren ist Diskussion entbrannt, ob man das Kindern zumuten kann. Dabei vergessen wohl viele, dass das Kindern in Afghanistan, dem Irak und künftig wohl auch dem Iran, täglich zugemutet wird. Wer zu so einer “Show” geht und das auch noch seinen Kinder aufdrückt, muss doch auch mal die Wahrheit sehen. Aber das verdrängen wohl viele gern. Tolle Aktion.

Mehr Infos gibts hier: http://de.indymedia.org/2009/09/262060.shtml

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Zweimal Ja und ein paar Piraten

September 27th, 2009 by fw

Wer die Tagesschau gesehen hat, weiss es schon: Die Vorlage zur Zusatzfinanzierung und ebenso die Abschaffung der allgemeinen Volksinitiative wurden angenommen.

Die IV wird also über die nächsten sieben Jahre zusätzliche Mittel erhalten, welche sie befähigen soll, keine neuen Schulden mehr zu machen. Was passiert aber nach diesen sieben Jahren? Wird die nächste Revision so stark an den Leistungen schrauben, dass es ohne weitere Finanzierung klappt oder müssen wir uns dann etwas neues Einfallen lassen? Wir werden sehen. Ich finde es jedenfalls falsch, bei den Leistungen immer mehr zu sparen. Die IV ist eine tolle Institution unseres Sozialstaates und nur durch vereinzelte Missbräuche sollte dieses System nicht torpediert werden. Wir sollten alles daran setzen, dass es bei uns nie zu einem Hartz 4 kommt.

Zur Abschaffung der allgemeinen Volksinitiative braucht man nicht mehr viel schreiben. Sie wurde so klar abgeschafft, wie sie ursprünglich angenommen wurde. Schade drum.

piraten-dosenDie Piraten in Deutschland haben es laut den letzten Hochrechnungen auf 2% geschafft. Ein gutes Resultat wie ich finde. Nun gilt es, weiterzumachen und bei der nächsten Wahl in vier Jahren noch näher an die 5% Grenze zu gelangen oder sie gar zu überschreiten. Schade das die Schweizer Piraten eher einem unkoordinierten Verein von Vogelbeobachtern gleichen. Aber wenn eine solche Partei plant, ein E-Votingsystem zu verwenden, haben sie sowieso was grundsätzlich missverstanden.

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Für “Panikmache” in den Knast

September 26th, 2009 by fw

Zumindest war das gerade im grossen Kanton der Fall. Dort wurde in 25 jähriger Mann wegen der Verbreitung des neusten Drohvideos auf Youtube verhaftet. Beihilfe zur Störung des öffentliche Friedens nennt man das anscheinend. Wer also Angst und Schrecken mit Terrornachrichten verbreitet, wird verhaftet. Dürfen wir also demnächst mit Hausdurchsuchungen bei Medienhäusern rechnen? Überlegen wir mal, wo wir zuletzt von Terrordrohungen, Schweinegrippe-Panik, düsteren Aussichten für unsere Wirtschaft und anderen Übeln gehört haben. Ich wette wir alle beantworten diese Frage mit einem Wort: “Medien”.

Für mich ist das nur ein weiterer fadenscheiniger Vorwand welcher vorgeschoben wird, um so genannte “Islamisten” zu verhaften. Nach den USA geht die Panikmache als direkt in unserer Nachbarschaft weiter. Wann bekommt Deutschland seinen 11. September und wie wird er aussehen?

Bei uns wird aktuell ständig von Prügelopfern berichtet, obwohl diese Art von sinnloser Gewalt keinesfalls neu ist. Wer sich am Wochenende Nachts draussen aufhält weiss wovon ich rede. Das Basler Rheinufer, die Zürcher Seewiesen und das Berner Reitschule-Bollwerk-Quartier sind nur einige Beispiele. Jedes Wochenende gibt es solche Vorfälle. Aber anstatt mit gezielter Prävention und greifenden Massnahmen dagegen vorzugehen, werden wir durch die Medien derart bedrängt und verängstigt, dass wir schlussendlich jedem noch so dumpfen Gesetzt zustimmen. Doch diese Gesetze richten sich meist nicht gegen die wahren Übel, sondern gegen uns selber. Kameraüberwachungen, biometrische Ausweisdaten und andere 1984-Szenarios sind nicht mehr fern und in nicht mal geringem Ausmasse schon Tatsache.

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Die allgemeine Volksinitiative – Abschafffen?

September 24th, 2009 by fw

Am 27. stimmt das Schweizer Stimmvolk über die Abschaffung der allgemeinen Volksinitiative ab. Darum erst mal ein grober Abriss, um was es überhaupt geht:

Im Februar 2003 haben wir mit einer Mehrheit von 70,3% die allgemeine Volksinitiave angenommen. Es geht dabei um den Artikel 139 der Bundesverfassung. Der lautet wie folgt:

  1. 100 000 Stimmberechtigte können innert 18 Monaten seit der amtlichen Veröffentlichung ihrer Initiative in der Form eines ausgearbeiteten Entwurfs eine Teilrevision der Bundesverfassung verlangen.
  2. Verletzt die Initiative die Einheit der Form, die Einheit der Materie oder zwingende Bestimmungen des Völkerrechts, so erklärt die Bundesversammlung sie für ganz oder teilweise ungültig.
  3. Die Initiative wird Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet. Die Bundesversammlung empfiehlt die Initiative zur Annahme oder zur Ablehnung. Sie kann der Initiative einen Gegenentwurf gegenüberstellen.

Mit der allgemeinen Volksinitiative können also 100’000 Stimmberechtigte eine Annahme oder Ablehnung von Gesetzes- und Verfassungsbestimmung fordern. Das Parlament könnte dann Entscheiden auf welcher Ebene dies umgesetzt wird.

National- und Ständerat empfanden dies als nicht umsetzbar. Einer der Hauptkritikpunkte war, dass beide Kammern sich über die Formulierungen und die Ebene (Gesetz oder Verfassung) einig werden müssten. Dies könne sich nach deren Ansicht ewig lange hinauszögern, was die Abstimmung verschieben bzw. ganz unmöglich  würde. Was uns, bei unseren Stammesoberhäuptern, wohl gar nicht allzu sehr überraschen würde. Ausserdem wird damit argumentiert, dass unter anderem mit der Verfassungsinitiative bereits solche Möglichkeiten existieren und wir deshalb gar keine Rechte verlieren würden.

Aber wir verlieren sehr wohl ein Recht. Wir würden das Recht verlieren, eine Initiative zur Änderung eines Bundesgesetzes zu starten und das obwohl wir uns dies mit 70,3% gewünscht hatten.

Übrigens waren einzig die Kantone Basel-Stadt und Zürich in der Vernehmlassung der Meinung, dass dies umgesetzt werden müsste.

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APK-N Sitzungsinhalt – Verschlusssache?

September 24th, 2009 by fw

Die Schweiz-Libyen Beziehung beschäftigte am 08.09.2009 auch die APK-N (Aussenpolitische Kommission des Nationalrates). Die Themen und Inhalte dieser Sitzung wurden von vielen Interessierten verfolgt. Die Protokolle und Diskussionen tauchten teilweise wortwörtlich in Printmedien auf. Dies soll, nach Meinung der Mehrheit der Kommissionsmitglieder, in Zukunft nicht weiter möglich sein. Denn die Kommission hat,  aufgrund der Veröffentlichungen, Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Herausgabe stelle eine Verletzung des Sitzungsgeheimnisses dar.

Wir dürfen also nicht erfahren, wie sich Bundesbern in Aussenpolitischen Angelegenheiten verhält. Dabei ist dies sicherlich für viele von uns wichtig. Wir interessieren uns für unseren Ruf im Ausland. Denn gerade dieser hat in letzter Zeit enormen Schaden genommen. Die UBS-Affäre ist nur ein Beispiel und auch die Libyen Geschichten wären aus dem alltäglichen Polit-Smalltalk momentan nicht wegzudenken. Aber wenn die Parlamentarier darüber Geschäften, soll es unter ihnen bleiben. Da sieht man ein weiteres Mal, wie viel unseren Parlamentariern an der Informationsfreiheit liegt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Medien durch die  Pressefreiheit und dem Schutz von “Informanten” nicht zur Herausgabe der Quelle gedrängt werden können.

Die Medienmitteilung dazu findet man hier:

http://www.parlament.ch/d/mm/2009/Seiten/mm-apk-n-2009-09-24.aspx

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